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Dienstag, den 02. September 1997
bei der Brücke über den Bach → Abbaye Notre-Dame-des-Neiges

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Unsere Nachtruhe wurde leider zwei mal von vorbei fahrenden Autos gestört, aber dann, als wir am Morgen des 2. Septembers aufwachen, scheint das goldene Morgenlicht der Sonne auf die hohen Bäume um unseren Lagerplatz. Zum Frühstück gibt's Baguette vom Vortag mit Erdnussbutter und Marmelade und Kaffee.

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Der Weg, den wir entlang laufen, führt durch einen dichten Wald, ich kann uns nur noch durch meinen 'Pfadfindersinn' navigieren.

Nach ca. 1,5 Stunden kommen wir in ein schönes, altes Dorf. Fred entdeckt ein altes Schloss mit Kapelle. Leider ist alles ziemlich heruntergekommen und ungepflegt, aber der Ort Les Choisiness ist trotzdem ein Geheimtipp für alle Liebhaber von alten Gemäuern und hübschen farbigen Fensterbildern.

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Wir merken, dass wir drastische Gegenmaßnahmen gegen unser kleines 'Wegfinde-Missgeschick' ergreifen müssen, deshalb laufen wir östlich in Richtung D 906. Als wir uns dann durch dichtes Gebüsch bergab schlagen müssen, kommt sogar die Sonne raus. Dazu kommen noch die herrlichen Farben und Formen der Landschaft.

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Die D 906 entlang gelaufen (und ein Auto gesehen...), kommen Fred, Charly und ich nach Luc, wo wir erst mal einen Käse aus der ortseigenen Fromagerie kaufen. Den essen wir dann zum Mittagessen mit Vollkornbrot in diesem Gott verlassenen Ort, wo es nicht einmal einen Bäcker gibt.

Wir füllen unsere Wasserflaschen an einem Brunnen auf (eau potable!!) und laufen dann an der Allier nach Rogleton, wo wir dann wieder in die Wildnis abbiegen.

Es geht auf einem relativ breiten, steinigen Weg über einige Hügel und durch kleine Waldstücke. Wir sehen oft die für diese Landschaft charakteristischen braunen Kühe, die faul in der Sonne liegen. Charly ist immer in der Nähe von Fred und tappt ihm hinterher.

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Als wir uns mit unseren 17 kg-Rucksäcken einen 1200er hoch mühen, schlägt plötzlich das Wetter um und es ziehen große, dunkelgraue Wolken auf.

In der Ferne können wir schon den Bergrücken des Mont Lozére sehen, aber dann wird die Sicht durch den nahenden Regen versperrt.

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Auf der anderen Seite des Berges gehen Fred, Charly und ich erst mal unter den dichten Tannen in Deckung, bis der Regen nach lässt.

Schnell die wasserdichten Regenhüllen um die Rucksäcke und es kann weiter gehen.

Irgendwann, müssen wir den Weg verloren haben, denn wir irren nur noch durch den tropfenden Wald. Dann treffen wir auf ein altes Hotel, wo ich mich wieder orientieren kann. Tropfnass kommen wir an der Abbey an, es ist schon dunkel. Von den Mönchen abgewiesen, schlafen wir neben einem alten 'Klohaus'. Zum Abendessen gibt es Spagetteria. Es musste eben schnell gehen, denn es war eiskalt.

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Dienstag, den 02. September 1997
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